Die MPU
Es gibt drei wesentliche Gründe, aus denen das Landratsamt/ Straßenverkehrsamt bei Führerscheinangelegenheiten die Vorlage eines MPU- Gutachtens anordnen kann:
MPU wegen Alkohol am Steuer
Hier wird eine MPU verlangt, wenn man nicht zum erstenmal aufgefallen ist oder eine BAK von mehr als 1,59 ‰ hatte. Über 1,29‰ BAK und unter 1,6‰ BAK liegt eine Anordnung im Ermessen der Verwaltungsbehörde. Ohne positive MPU können Sie dann keinen Führerschein erhalten.
Punkte im Flensburger Register
Hat der Punktefahrer das Limit von 18 Punkten erreicht, wird die Fahrerlaubnis für 6 Monate entzogen. Danach muss auch er sich einer MPU unterziehen. Ebenso kann dies für Fahrer gelten, die innerhalb von 1 Jahr zum zweitenmal ein Fahrverbot erhalten haben. Ohne positive MPU bleibt der Führerschein eingezogen.
Drogen MPU
Besteht der begründete Verdacht auf Drogenkonsum oder ist der Konsum bewiesen, muss eine MPU durchgeführt werden.
Um die MPU / Idiotentest ranken sich viele Mythen und Halbwahrheiten.
Vergessen Sie das unqualifizierte Stammtischgeschwätz von Kollegen und Freunden, die meinen zu wissen, wie der berüchtigte "Idiotentest", also die MPU abläuft und warum "da fast alle beim ersten Mal durchfallen..."
Die MPU ist eine typisch deutsche Bürokraten-Erfindung
Obwohl die objektive Unmöglichkeit der Vorhersagbarkeit menschlichen Verhaltens jedem einleuchten sollte, bedienen sich die deutschen Straßenverkehrsbehörden bzw. die Gutachterstellen des Mittels der Statistik um die Frage zu klären, ob der Betreffende - zum Beispiel - jemals wieder unter Alkoholeinfluß ein Kraftfahrzeug führen wird.